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Aliens: Colonial Marines – Das knallharte Review

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Ich laufe durch die dunklen Gänge der U.S.S Solaco. Zerstörung, tote Marines, ein gespentischer Moment.

Die M41-A ARMAT Pulse Rifle in einer Hand, in der anderen den Motion Tracker. Minutenlang höre Ich nur das dumpfe Geräusch vom Motion Tracker…doch plötzlich habe Ich mehrere Ziele.

Der Puls steigt, die Signale kommen rasend schnell näher und der Motion Tracker piept immer schneller. Ich halte den Atem an, stecke den Motion Tracker weg und halte meine M41-A ARMAT Pulse Rifle mit beiden Händen fest, bereit zum feuern. Doch was ist das? Mehrere Xenomorphs im nächsten Raum, im Kreis laufend. Sie ignorieren mich und lassen sich problemlos abknallen…

Das ist einer der möglichen Momente, die Ihnen bei Aliens: Colonial Marines passieren können.

Wir haben mehrere Tage lang Aliens: Colonial Marines gespielt, dachten, das wären nur kleine Aussetzer bei der KI, die mal vorkommen. Da haben wir uns getäuscht.

Aliens: Colonial Marines ist leider eine dieser Produktionen, die durch zu viele Hände ging und tierisch versaut wurde. Wie sagt man so schön? Zu viele Köche verderben den Brei.Das Spiel leidet an vorkommenden Rucklern, KI Aussetzern der übleren Art und einer Grafik, die im Jahre 2005 noch angemessen wäre. Es ist nichts so, wie es auf der E3 2012 von Randy Pitchford (GearBox CEO) damals gezeigt wurde.Die Aliens agieren sehr stupide, rennen entweder sturr auf einen zu, verstecken sich feige und kommen nicht mehr hervor, oder ignorieren den Spieler komplett.Die KI Kameraden haben oft die selben Probleme, ignorieren den Gegner, egal ob Mensch oder Xenomorph. Die KI steht einem auch gerne im Weg oder ploppt durch Wände.

Grafisch liegt Aliens: Colonial Marines, wie schon oben erwähnt, auf einem Niveau, welches 2004/2005 noch angemessen wäre, aber nicht 2013. Es sieht nicht so aus, wie es letztes Jahr auf der E3 gezeigt wurde. Man könnte sagen, es sieht aus wie eine Total Conversion Mod für ein Spiel aus dem Jahre 2004. Die 3D Modelle sehen ansehnlich aus, aber die Umgebung ist eher mit Farben als Texturen zugematscht worden. Es kommen Objekte im Spiel vor, die „Texturen“ haben, die eine Farbpallete von 1 haben. Grau, Braun, oder Rot. Details sucht man vergeblich.

Die Enttäuschung für mich, als großer Fan der Alien Reihe, war enorm. Es ist auch unerklärlich, wie ein Spiel, welches auf  der Unreal Engine 3 basiert, solche Performance Probleme haben kann. Unser Testsystem lag mit einem Intel Quad Core Q8300 2.5 Ghz, EVGA GeForce GTX 460 und 8 GB RAM über der Empfehlung des Publishers SEGA. Trotz allem ruckelte das Spiel gerne und hatte „DeSync“ Probleme (Ton und Lippensynchronisation stimmten nicht immer überein).

Story-technisch soll Aliens: Colonial Marines zwischen dem 2ten und 3ten Film spielen. Die Story ist gelungen, die Atmospähre, wenn man die mangelhafte Grafik, die Bugs und die KI Aussetzer ausblendet, auf dem typischen „Alien Movie“-Niveau. Ergo: Wenn man ein Fan der Alien Reihe ist, kann schon das typische Feeling aufkommen und der Puls schlägt schneller. Wenn das Spiel dann mit einen der seltenen Momenten auftrumpft, wo man mit weiteren KI Kameraden eine Stellung halten muss oder vor den Aliens flüchten muss, kann man die ganzen Mängel vergessen und um einen kreischen die Aliens, Marines schreien wild durcheinander und es geht um das blanke Überleben.

Leider sind diese Momente eher selten und danach lässt das Spiel auch gerne die Gefühle wieder abflachen. Als wäre Aliens: Colonial Marines ein Patient mit einer Herzschlag Linie, die zu 70% der Zeit auf dem Nullpunkt steht.

Dennoch kann Aliens: Colonial Marines, wie man oben herauslesen konnte, ebenfalls im Bereich Sound überzeugen. Die Sounds der Waffen und Xenomorphs sind authentisch und natürlich, wie sollte es auch sein, die Originale. Nichts geht über den schönen Sound, wenn man mit der Smartgun oder M41-A ARMAT Pulse Rifle sich durch die Aliens ballert. Einzig die Schrotgewehre wirkten relativ schwach, vermittelten ab und an das Gefühl, als ob man mit einer Plastikwaffe und Platzpatronen um sich schießt.


Unser Fazit zu Aliens: Colonial Marines:

Aliens: Colonial Marines ist wohl eher nur was für den harten Kern der „Aliens“ beziehungsweise „Aliens vs. Predator“ Fans. Alle anderen sollten die Finger davon lassen und sich höchstens die Berichte und „Let’s Play“’s anschauen. Der Preis von 50€ ist nicht gerechtfertigt, auch wenn wohl die Entwicklungskosten wieder reinkommen müssen.

An die beinharten Fans, die es noch nicht gekauft haben: Wartet lieber, bis Aliens: Colonial Marines bei Steam irgendwann im Sale und für bis zu 75% günstiger zu kaufen ist. Dann ist es einen Blick wert.

An unsere Grafik Fanatiker da draußen: Wenn Ihr ein Monster von einem PC für Crysis 3 habt und euch trotzdem die Hardware bei Crysis 3 heißt läuft…benutzt Aliens: Colonial Marines, um eure Hardware abkühlen zu lassen…als aktiver Bildschirmschoner, zum Beispiel.

SEGA…GearBox…TimeGate. Bitte, bitte, nie wieder eine solche Pleite. Die alten Aliens und Aliens vs. Predator Spiele zeigten, wie es richtig geht. Viele dachten, das Aliens vs. Predator 2010 der tiefste Punkt der Reihe wäre…nun sagt man, es ist Aliens: Colonial Marines, und schlimmer könnte es auch nicht mehr kommen. Wenn unter der gleichen Regie nochmals ein Aliens oder gar ein Aliens vs. Predator Spiel entstehen sollte…wiederholt nicht diese gravierenden Fehler. Das haben die Fans nicht verdient.

Es gibt ein interessantes Video von VideoGamerTV, welches Aliens: Colonial Marines von der E3 und die Finale Version vergleicht. Beachtet, wie hübsch und detailiert Aliens: Colonial Marines damals auf der E3 2012 aussah uund wie es nun aussieht.

About Author

Angefangen mit einem C64 verlief meine Gamer Karriere über einen Amiga 500 hin zum PC. Also die Playstation 1 erschien bin ich auf die Konsolen umgestiegen und ist mittlerweile meine Hauptplattform was Gaming betrifft. eine Playstation 2,3 und eine XBOX,XBOX360 und XBOX ONE gehören zu meinem Inventar. Nur mit Nintendo kann ich mich bis heute nicht wirklich anfreunden. Ich bin auch in etlichen Foren ua. das Letsplayforum.de unter dem Nicknamen Blutengel2002 oder seit neuestem als aGAMEki unterwegs.

3 Kommentare

  1. Ich wollte das Game damals auch Kaufen, aber gut das ich es nicht gemacht habe wenn man die vielen, sehr vielen negativen Beiträge im Netz liest.
    So bin ich froh mein Geld lieber in eine anderes Produkt einfließen zu lassen, welches im März kommt.

    Und das Video zum Schluss zeigt Deutlich das dieses Produkt ein bestes Beispiel ist wenn zu viele Entwicklerstudios ihre Hände drin haben und der Druck vom Publisher zu groß wird um da noch etwas zu retten.

  2. Ich hab mich auch auf den Titel gefreut, nun warte ich bis es im Budget zu bekommen ist, wenn alle Bugs und einige Mods erschienen sind. Als Vollpreistitel leider nicht wert.

    • Benjamin Bien on

      Mods wird es wohl nie wirklich geben, weil es ein Unreal Engine 3 Titel ist. TexMods werden eh durch die miese performance und steam erschwert und die .xeno oder .upk archive von A:CM entpacken, modifizieren und packen wird wohl nicht klappen.

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